@kmfv I Ralf Horschmann

Rund 100 Menschen sterben in München jedes Jahr auf der Straße oder in städtischen Notunterkünften und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Viele von ihnen gehen ohne den Beistand von Familienangehörigen oder Freund*innen aus dem Leben. Häufig ist der Kontakt zur Familie abgebrochen oder verloren gegangen, und auch Freundschaften lassen sich kaum pflegen, wenn ein fester Wohnsitz fehlt.

 

Derzeit sind in München rund 13.500 Frauen, Männer und Kinder wohnungs- oder obdachlos. Die Mitarbeitenden in den städtischen Notunterkünften, Beherbergungsbetrieben und anderen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe begleiten viele Betroffene bis zum Lebensende und kommen ihnen in dieser Phase oftmals näher als zuvor. Auch sie brauchen einen würdevollen Rahmen, um Abschied nehmen zu können.

 

Aus diesem Grund luden zehn Träger der Wohnungslosenhilfe am 24. November erneut zum ökumenischen Gedenkgottesdienst für die verstorbenen wohnungslosen Menschen des vergangenen Jahres ein.

 

Der Gottesdienst wurde von Stadtdekan Dr. Bernhard Liess und Pfarrer Michael Schlosser in der St.-Markus-Kirche gefeiert und vom Frauenchor Gsangsklang musikalisch begleitet. Während der Feier wurden die Namen der Verstorbenen verlesen und für jede einzelne Person eine Kerze entzündet.

 

Zu den Organisatoren gehören:

  • der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München,
  • der Pfarrverband Mariahilf und St. Franziskus,
  • der Katholische Männerfürsorgeverein München e.V. (kmfv),
  • das Evangelische Hilfswerk München,
  • der Sozialdienst katholischer Frauen München e.V. (SkF),
  • die Obdachlosenhilfe der Benediktiner von St. Bonifaz im Haneberghaus,
  • IN VIA München e.V., die Bahnhofsmission München,
  • die Initiative für Menschen ohne Obdach e.V.,
  • die Gemeinnützige GmbH des Projektevereins,
  • Horizont e.V. sowie
  • die Schwestern und Brüder vom hl. Benedikt Labre e.V.